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... einfache Hilfestellungen für die MZ, wenn's mal nicht so läuft  


Ladekontrolle brennt dauerhaft

 Es kann sein, dass die beiden Kohlen an der Lichtmaschine hängen.

Problemlösung:
- Die unteren beiden Klammern und Kabelverbindungen lösen
- Kohlen ausbauen,
- Führungsschiene säubern,
- Prüfen ob die Andruckfedern funktionstüchtig sind. Dürfen nicht zusammengepresst sein.
- Prüfen ob die Kohlen abgenutzt sind. Mindestlänge 9 mm (Originallänge 16 mm)
- Prüfen ob die Kupferflächen des Ankers verrußt sind. Wenn ja, mit einem Benzinlappen vorsichtig säubern.

   (Diese Arbeit zu zweit ausführen, da der Kickstarterhebel zum Drehen des Ankers betätigt werden muss.
- Gegebenenfalls beide Kohlen und Federn erneuern.

Sollte das Kupferverbindungskabel an den Kohlen korrodiert sein, passiert folgendes:
Durch die geringere Leitfähigkeit überträgt sich der Stromfluss auch auf die Federn an den Halteklammern.
Dabei kommt es zu übermäßiger Erwärmung bis hin zum Ausglühen der Federn. Eine Ermüdung derselben ist
die Folge und die Kohlen werden nicht mehr korrekt an den Anker gedrückt. Folge: Die Stromabnahme an der Lima
ist unterbrochen, die Batterie wird nicht mehr geladen, die LKL leuchtet dauerhaft.

Sollte dieser Zustand unterwegs auftauchen und sind keine neuen Kohlen parat, hilft übergangsweise für ca.
300-400 km folgender Trick:

- Lichtmaschinendeckel abbauen
- Halteklammern lösen und Federn ausbauen
- Federn etwas auseinanderziehen und wieder einbauen. (Sollte eine Feder brechen, hilft hervorragend eine
  Ersatzfeder aus einem ganz 
normalen Kugelschreiber)
- Alles wieder zusammenbauen, die LKL dürfte wieder ausgehen.


Da das eigentliche Problem jedoch nicht behoben ist, wird die LKL in immer kürzeren Zeitabständen erneut leuchten.
Das Prozedere ist dann zu wiederholen....
Achtung: Der veränderte Anpressdruck der Federn lässt die Kohlen schneller als üblich abnutzen. Abhilfe schafft
letztendlich nur der Einbau neuer Kohlen mit Federn.

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Tausch des mechanischen gegen einen elektronischen Regler

Vorgehensweise:
- rechten Seitendeckel abbauen
- Sitzbank abbauen
- Batterie abklemmen. (Erst Minus dann Plus)
- Kabelverbindungen am mechanischen Regler abziehen und die Anschlüsse notieren.
- Regler aus der Aufnahme ziehen
- Elektronischen Regler unter Verwendung der vorhandenen Dämpfungseinsätze in die Aufnahme schieben.
  (Schwingend lagern!) Damit die Alu-Grundplatte des Reglers keinen Massekontakt am Schutzblech bekommt (wichtig
  bei der 6V-Lima), sollte die Unterseite der Grundplatte abgeklebt werden. Da das Kunststoffgehäuse des Reglers nicht
  besonders stabil mit der Grundplatte verbunden ist, können zusätzlich z.B. Kabelbinder Abhilfe schaffen.
- Lima-Deckel abbauen und den Vorschaltwiderstand (ist im elektronischen Regler bereits vorhanden) ausbauen. (gilt nur
  für die TS) Der Widerstand befindet sich rechts unten auf der Unterbrecherplatte und hat eine deutlich erkennbare
  Kupferwicklung.
- Kabelsteckverbindungen entsprechend der Notizen ordnungsgemäß anbringen
- Batterie anschließen. (Erst Plus dann Minus)
- Limadeckel, Seitendeckel und Sitzbank montieren. Fertig!


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Check up an der MZ, wenn sie nicht laufen will

Vergaser: 
- auf Nebenluft prüfen
- Bedüsung und Schwimmerstand korrekt entsprechend der vorgegebenen Werte aus der Reparaturanleitung?
- Ist das Chokegummi vorhanden und hat der Bowdenzug ca. 2 mm Spiel? Düse für den Choke unten im
  Schwimmergehäuse drin?
- Position der Teillastnadel? Ist diese gerade?
- Dichtet das Nadelventil ordentlich? (wenn nicht würde der Motor ständig absaufen)


Zündung:

- neue saubere Zündkerzen, Isolator Spezial ZM14-260
- ZZP auf 2,75 mm vor OT
- Zündfunke kommt kräftig weißblau
- Unterbrecherabstand 0,3 mm gute Kontakflächen (kein Abbrand)
- Kondensator i.O (kein übermäßiges Funken am Unterbrecher)
- sitzt der Rotor der LiMa ordentlich auf der Kurbelwelle? (ist die Paßfeder i.O, dreht sich der Rotor auf der KW?)
- wenn der Rotor i.O., vielleicht mal mehr Spätzündung geben, damit sie leichter anspringt. Vielleicht läuft sie dann
  wenigstens mal und man kann den Fehler eingrenzen
- nochmal alle Kontakte überprüfen, Zündung manuell kontrollieren (Unterbrecher bei eingeschalteter Zündung mit
  Schraubenzieher öffnen, nachschauen ob der Funke schön kommt, wenn er kommen soll)
- Lauffläche des Nockens auf Unebenheiten überprüfen, nicht das die Unterbrechernase springt


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Gummiüberzüge der Einzelsitze reinigen

- Sitzgestell abbauen
- Einzelsitze abschrauben
- Blechhaltestreifen für die Sitzbezüge am Bodenblech entfernen
- Bodensitzplatten entfernen
- Sitzpolster entfernen
- Gummiüberzüge (auch den Haltegriff)  grob reinigen und bei 60 Grad in der Waschmaschine waschen.
- Fertig. Die Überzüge sehen fast aus wie neu.
- Nachbehandlung mit Gummipflegemittel, die es in Autozubehörläden gibt. Macht das Gummi geschmeidig.


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Radlagerwechsel

Radlagerausbau:
- Ausbau des Rades
- Nabe auf einer Herdplatte oder mit einem Heißluftfön gleichmäßig so stark erwärmen, dass Wassertropfen
  zischend verdampfen
- Radlager von der gegenüberliegenden Seite mit einem Schraubenzieher vorsichtig mit 1-2 Schlägen rausschlagen.
  Dabei den Schraubenzieher so ansetzen, dass die Distanzhülse leicht zur Seite geschoben ist und man den
  Schraubenzieher auf den Innenring des alten Radlagers aufsetzen kann. Bei richtiger Erwärmung der Nabe müsste
  das ganz einfach ohne viel Kraftaufwand funktionieren. Mit dem zweiten Lager wird genauso verfahren.

        

        

Radlagereinbau:
- Neue Radlager (am Besten die staub- und wassergeschützten) in die Gefriertruhe legen und 1 Std. tiefkühlen.
- Lagersitz in der Nabe mit der Heißluftpistole erwärmen bis Wassertropfen darauf zischend verdampfen.
- Tiefgekühltes Lager in den Lagersitz einsetzen. Fällt in der Regel nun ganz von allein hinein. Ansonsten mit einer
  passenden Nuss oder einem Holz vorsichtig reinklopfen. Achtung: Nur auf den Aussenring des Lagers klopfen!
- Auf der anderen Seite der Nabe wird genauso verfahren. Dabei muss dafür gesorgt werden, dass das bereits
  eingesetzte Lager beim Umdrehen des Rades nicht wieder herausfällt.
- Beim Einsetzen des zweiten Lagers auf keinen Fall die Distanzhülse vergessen, sonst würden die neuen Lager
  beim Einbau des Rades und Anziehen der Achsmutter unweigerlich verspannt und damit zerstört werden.
- Die gekapselten Lager brauchen nicht mehr mit Lagerfett geschmiert werden, da sie ab Werk bereits eine
  lebenslange Schmierung erhalten haben.


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