MZ
TS 250/1
ETZ 250
ETZ 250 A
Winteremme

MZ ETZ 250

Wer den Film des NDR „Die beliebtesten Motorräder Norddeutschlands“ gesehen hat, kennt auch den Gewinner der 40
vorgestellten
Motorräder: Die MZ ETZ 250. Kaum zu glauben aber wahr.
Da setzt sich so ein kleiner DDR 2-Takter gegen namhafte Konkurrenten wie ´Harley Davidson´, ´Horex´, ´Ducati´, ´Benelli´,
´Münch´, ´Triumph´, ´Norton´, ´AWO´, ´Laverda´, ´Moto Guzzi´ etc. durch und fährt auf Platz 1 in der Beliebtheitsskala.

  

Die MZ ETZ war das letzte zu DDR-Zeiten gebaute Motorrad und trat 1981 die Nachfolge der erfolgreichen MZ TS an.
Schon damals bewiesen die DDR-Konstrukteure mit der ETZ ein glückliches Händchen.
Bald schon war sie der Exportschlager schlechthin und gehört auch heute noch zu den verbreitetsten Modellen der
Zschopauer Zweiradschmiede.
Die wesentlichen Merkmale sind die solide Einzylinder-Technik mit einer Leistung von 21 PS und einer 12V-Drehstrom-
lichtmaschine. Spätere Modelle wurden bereits mit Elektronikzündung ausgestattet.
Weiter erhielt das Motorrad 18´´-Räder und eine verbesserte Teleskopgabel.
Erstmals gab es nun vorne wahlweise auch
Trommelbremsen in der Standardausführung oder Scheibenbremsen im Exportmodell ´de luxe´.
Der neuartige Zentralkastenrahmen wurde als Profil-Brückenrahmen ohne (wie bereits auch schon bei der TS) Unterzug
konzipiert.
Ein breiter Lenker, die bequeme Sitzhaltung, der niedrige Rahmen und das geringe Gewicht verhalfen der
ETZ zu einem guten Handling.
Alles zusammen machte letztendlich den Erfolg des handlichen Motorrades aus.

       

Unterschieden wurde die - „kleine Baureihe“ mit 125 bzw. 150 ccm - von der - „großen Baureihe“ mit 250 bzw. 300 ccm -.
Die Exportmodelle bekamen sogar eine Getrenntschmierung spendiert. Eine weitere Besonderheit war, dass es das
Motorrad ab Werk auch als Gespann zu kaufen gab.

Mit Einführung dieser Neuentwicklung war in der damaligen DDR die Zeit der jahrzehntelangen "festgeklopften" Endver-
braucherpreise vorbei. Ab sofort galt: ´Gebrauchswerterhöhung = Preiserhöhung´.
Die gestiegene Kaufkraft des Volkes sollte genutzt werden. Kostete das Vorgängermodell die MZ TS 250/1 noch 3322,-
Ostmark, so musste der Kunde für die neue MZ ETZ 250 ´de luxe´ fast 1000,- Ostmark mehr ausgeben.

Die vielbejubelte ETZ 250 ließ mich nicht mehr los und so konnte ich im Dezember 2009 eine MZ ETZ 250, Baujahr 1984
mit Trommelbremsen erwerben. Neu lackiert und mit frisch regeneriertem Motor, wechselte die MZ den Besitzer.

      

       

Wen es interessiert wie zuverlässig das Motorrad auch unter stärkster Beanspruchung fährt, sollte den Reisebericht von
Suse und Micha lesen. 
´eMMenreiter´

  

14 Monate und 33.859 km durch Eurasien auf zwei MZ ETZ 250. Fernweh ist beim Lesen garantiert...


 

Counter unsichtbar