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BMW K 75s
BMW R 850 GS
GS-aluboxen

BMW R 850 GS (Gelände/Straße) das "Schnabeltier"

Kaum jemand der sie nicht kennt: Die "GS" von BMW. Noch nie hat sich ein Motorrad so sehr zu einem Bestseller
entwickelt und das weltweit.
Seit 2013 gibt es die 1200er GS sogar mit (teilweise) wassergekühltem Boxer und ein Ende ist nicht abzusehen...

Jedoch scheiden sich bei dem Vierventiler die Geister. Was die einen bei ihr als stylistisches Element schätzen, ist
für andere ein absolutes 'no go'. Gemeint ist der vieldiskutierte "Entenschnabel". Dieser führt strömungsgünstig dem
dahinter befindlichen Ölkühler Frischluft zu.
Man mag geteilter Meinung sein. Trotzdem muss die GS ja was haben, um deartige Erfolge aufzuweisen wie es keine
weitere Reiseenduro vor ihr jemals geschafft hat.

Nicht jeder weiß, dass nach dem Erscheinen der 1100er GS auch eine 850er-Ausführung produziert wurde. Diese
gab es, allerdings nur zwei Jahre, von 1998 bis 2000 als BMW R 850 GS zu kaufen.
Schnell hatte sie den Ruf weg die bessere 1100er zu sein, denn der kleinere Motor zeigte sich geschmeidiger, lauf-
ruhiger und drehfreudiger. Auch das bei der 1100er nicht weg zu bekommenden Konstantfahrruckeln, tauchte bei der
850er GS nicht mehr auf.

Leider konnten im selben Produktionszeitraum der 1100er GS mit insgesamt 43.535 verkauften Exemplaren von der 
850er-Version nur 2.240 Stück abgesetzt werden. Der Grund lag wohl darin, dass die Preisdifferenz bei Neukauf
beider Maschinen nur bei 332,- Euro lag. Somit war der Griff zum größeren Motorrad für viele naheliegender...
Bereits nach zwei Jahren nahm BMW die 850er GS wieder aus dem Programm. Insgesamt wurden in Deutschland
gerade mal 886 Maschinen diesen Typs zugelassen
.

Rein äußerlich ist die BMW R 850 GS, bis auf den kleineren Motor, identisch mit der 1100er. Abmessungen und
Ausstattungsmöglichkeiten sind absolut gleich. Auch die Bereifung, vorn auf 19''- Felgen (110/80-19) und hinten auf
17 ''- Felgen (150/70-17), ist dieselbe.
Wer schon einmal vor einer GS gestanden hat, ist von der Größe beeindruckt. Der Soziussitz ist für viele wohl nur
über die Fussrasten erklimmbar. Die Sitzbank ist geteilt und der hintere Sitz kann leicht entfernt werden. Darunter
befindet sich praktischerweise eine zusätzliche Gepäckfläche, darunter wiederum das Bordwerkzeug.
Der breite Lenker und die Sitzposition sind endurotypisch. Entsprechend auch die Sitzhaltung: Gerade und aufrecht.
Das hintere Federbein kann einfach je nach Bedarf in mehreren Stufen verstellt werden.
Wie man es von BMW gewohnt ist findet man, neben den BMW-typischen Blinkerschaltern, in den Armaturen auch
eine Tank-, Zeit-, Temperatur- und Ganganzeige.

Der (kalt)startwillige 70 PS-Motor zeigt bereits in den unteren Drehzahlbereichen ein erstaunliches Drehmoment.
Allerdings will er auch gedreht und sauber durchgeschaltet werden. Untertouriges Fahren mag der Motor gar nicht.
Das Fahrwerk mit der Telelever-Gabel und der Paralever-Hinterradschwinge begeistert besonders im Gelände. Trotz
des massigen und beeindruckenden Auftretens der GS, lässt sich das Motorrad erstaunlich wendig dirigieren.
Wer glaubt, dass der Koloss schwer auf den Hauptständer zu hieven ist, irrt gewaltig. Nicht viele Motorräder können
so leicht aufgebockt werden wie die GS. Mit nur wenig Kraftanstrengung gleitet sie förmlich in den Hauptständer und
erscheint dann, sauber austariert, fast schwerelos.

 

 

Mit der BMW GS in den "Wüsten der Welt" 

 

 

 

 

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